
The Black Box Revelation
Silver Threats
(T for Tunes / PIAS)





Das belgische Duo, das mit seinem Blues-Rock so gar nicht an belgische Lande erinnert, hat die Zeit bis zum nun vorliegenden zweiten Album mit ausgiebigen Touren in ganz Europa verbracht, wobei sie u.a. mit den Eagles Of Death Metal auf der Bühne standen. All dies führte zu vermehrten Erfahrungen und zu neuen Visionen. Einiges davon hört man »Silver Threats« an. Sänger und Gitarrist Jan Paternoster berichtet, wie ihm ein noch tiefergehender, finsterer und purerer Sound vorschwebte, roher und rauer Blues, ohne aber im herkömmlichen Sinn bluesig zu sein. Was sich hier vielversprechend anhört, ist tatsächlich eine positive Weiterentwicklung dieser beiden blutjungen Belgier. Wie auch bei den Black Angels, an die man hier ab und an erinnert wird, ist es schlecht vorstellbar, wie ein solch durchdringender, trockener und bissiger Sound von so jungen Burschen erschaffen werden kann. Der dunklere, weit psychedelischere Grundton steht der Band ausgezeichnet, dennoch verfallen sie nicht in ein waberndes Driften durch finstere Dimensionen. Ihre Songs sind simpel, aber knackig und packend und dabei stets hochenergetischer Rock and Roll. Ohnehin zeigen die Beiden mal wieder, wie weit man ohne Bass kommen und wie differenziert ein Album klingen kann, auch wenn das Gerüst simpel und der Spielraum ausgetreten sein mag. Roh, eindringlich und ungeheuer cool!
cc
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