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CocoRosie

Grey Oceans

(Souterrain Transmissions/ Rough Trade)


Blauer Filz und Edelsteine, das ist der Look zum neuen Album von CocoRosie, das sich beim ersten Hören nicht wesentlich vom Vorgänger »The Adventures Of Ghosthorse And Stillborn« unterscheiden mag, aber die Konturen der beiden Klangwelten, die man seit Beginn mit CocoRosie verbindet, noch einmal stärker nachzeichnet und dabei trotzdem allerlei Raum für neue Sounds lässt. Am Anfang sind die Tracks langsam und voller Melancholie, Bianca und Sierra säuseln und quengeln sich durch die Titel, so wie man das eben von ihnen kennt. Klassisches Piano, Harfe und Bongo werden dann aber doch recht fix durch 2step und Salonpiano abgelöst und so wähnt man sich alsbald auf einem Konzert der Dresden Dolls, bevor mit »Fairy Paradise« unverhofft auf die Rave-Tube gedrückt wird. Haben die eine Zeitreise zu Sven Väth in die 90er gemacht? Offenbar, die fette 4/4-Bassdrum deutet jedenfalls darauf hin und der Schiebesound steht dem Track auch äußerst gut. Auf »Here I Come« wird dem Kahn, der irgendwie in Richtung einer fernen, abgedrehten Welt schunkelt, noch einmal Antrieb gegeben: Es rumpelt vor sich hin, ohne das Moment absoluter Rave-Euphorie richtig auszuformulieren, und das ist auch gut so – CocoRosie standen ja noch nie auf großes Abheben.
Gf.o.M.
www.cocorosieland.com
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