
Trentemøller
Into The Great Wide Yonder
(In My Room/ Rough Trade)





Mit »The Last Resort« legte Anders Trentemøller 2006 die Messlatte zugegebenermaßen ziemlich hoch – das war ein Sound, den man so noch nicht kannte, der deep und dubbig aber auch sehr soft und poppig sein konnte und immer wieder auch an Schabesounds zum Drauftanzen à la Jackson and his Computer Band erinnern ließ. Wo »The Last Resort« noch recht gut dem Versprechen nach Party all night long folgte, ist »Into The Great Wide Yonder« ein wenig sturköpfiger und klöppelt einen äußerst unebenen Soundteppich, auf dem man leicht ins Stolpern kommen kann. Mit »The Mash And The Fury« taucht man ein in einen dunklen Wald, der an »Evil Dub« anknüpft und nur noch ein bisschen tiefer durchs Unterholz bollert. Bei »Sycamore Feeling« oder »Silver Surfer, Ghost Rider Go!!!« horcht man erstaunt auf und wähnt Tarantino vor der Tür – jedenfalls hat Trentemøller offensichtlich einen Hang zu Dick Dale, der zu den Tracks auch äußerst gut passt. Und dazwischen: Ambient, überlagernde Flächen, organische Klänge, die zu einem dichten Gestrüpp verwachsen und sich wunderbar als Filmmusik eignen würden und vorführen, dass es ganz richtig war, die Tanzfläche einmal hintenan zu stellen.
Gf.o.M.
www.myspace.com/trentemoeller< zurück